IoT-Box zur Maschinen-, Geräte- und Liegenschaftanbindung

Von der Maschine direkt in die Cloud

In der praktischen Umsetzung von industriellen IoT-Anwendungen gibt es in der Regel mehr offene Fragen als Lösungsvorschläge. Um dem Anwender konkrete Schritte zu ermöglichen, stellt Wago auf der SPS IPC Drives eine einfach zu handhabende und praktische Lösung vor: die IoT-Box. Weitere Neuheiten gibt es unter anderem in den Bereichen Steuerungen und Engineering.


Mit der IoT-Box stellt Wago eine offene und fertige Lösung zur schnellen Anbindung von Maschinen an IoT-Systeme vor.
Bild: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Die Einsatzfelder für die neuen Lösung sind sehr vielseitig. Die IoT-Box ist unter anderem auf die Anbindung von Maschinen, Geräten und Liegenschaften zugeschnitten. Ausgestattet und komplett vorgefertigt ist die Box mit zukunftsfähiger Automatisierungstechnik des Unternehmens. Für den sicheren Schutz sorgen deswegen solide Gehäuse.

Offene Lösung für die Cloud-Anbindung

Das Gerät bietet eine offene und fertige Lösung zur schnellen Anbindung an IoT-Systeme. Es öffnet den Zugang z.B. zur Wago-Cloud und als Gateway zu bestehenden Produktionsanlagen. Als komplett vorgefertigte Box kann die Lösung schnell in Betrieb genommen werden. Durch einfache Konfiguration ist sie prädestiniert für das Messen von Strömen, Spannungen, Produktionszyklen, Anlagenzustände sowie weiteren Signalen. Sie stellt so die unmittelbare Direktanbindung per WLAN oder Mobilfunk an die IT schnell her. Dabei wird auf die Datensicherheit großen Wert gelegt, denn sie ist elementarer Bestandteil der IoT-Box.

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Neue Cloud Version ab 2019

Auch eine neue Version der unternehmenseigenen Cloud wird auf der Messe in Nürnberg vorgestellt. Sie wird voraussichtlich ab dem erstes Quartal 2019 verfügbar sein. Neben den bisherigen Funktionen wie Controller-Statusverwaltung und Dashboards stehen das übersichtliche Design in App-Struktur sowie weitere Funktionen wie Fernzugang im Fokus. Der Hersteller will mit ihr eine einfache und intuitive Lösung bieten, um Maschinendaten zentral zu verwalten. Sie organisiert und überwacht die Steuerungen des Typs PFC100 und PFC200, die Daten von Maschinen und Anlagen empfangen. Diese wiederum können weiter analysiert und z.B. mit Hilfe von Trends und Grafiken visualisiert werden.

Fokus auf Einfachheit

Der Fokus liegt auf einer einfachen Nutzung. Laut Anbieter ist alles da, was der Anwender zur zentralen Datenauswertung benötigt. Binnen Minuten ist ein PFC-Controller mit der Cloud verbunden und erste Dashboards können einfach ohne IT-Expertise erstellt werden. Mit der modernen App-Struktur soll die Lösung übersichtlich strukturiert werden. Als Benutzeroberfläche des Dienstes dient ein Web-Portal. Darüber hat der Anwender vollen Zugriff auf Funktionen wie Projekt-, Controller- und Benutzerverwaltung sowie Controller-Status-Monitoring, Alarmfunktionen und E-Mail-Benachrichtigungen. Durch Prepaidmodell und transparentem Abrechnungsmanagement versichert das Unternehmen dem Anwender eine vollständige Kostenkontrolle und die Möglichkeit, den Funktionsumfang flexibel seinen spezifischen Bedürfnissen anzupassen.

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Feldbuskoppler mit neuen Funktionen

Der Hersteller Wago zeigt zur SPS IPC Drives zusätzlich seine überarbeiteten Feldbuskoppler Modbus TCP, die eine Reihe neuer Funktionen bieten. Genau wie das Vorgängermodell 750-352, verbindet der Koppler die I/O-Module der Serie 750. Er verfügt über eine leistungsfähige Hardware, was sich bereits beim Booten bemerkbar machen soll. Neben Modbus TCP unterstützt er auch das Modbus-UDP-Protokoll. Um mit einer Query-n-Slaves anzusprechen, kann er bis fünf Multicast-Adressen für Modbus UDP nutzen. So soll der Anwender die Anfragen immer im Griff haben. Damit das Netz nicht mit diesen überlastet wird, lassen sie sich abschalten. Die Koppler sind unkompliziert und ohne fremde Tools bedienbar.

Integrierte Entwicklungsumgebung

Auch die integrierte Entwicklungsumgebung e!Cockpit wurde weiterentwickelt. So lässt sich mit der Software ein PFC-Controller nun zum Ethercat-Master machen. Für die Übersicht des gesamten physikalischen Aufbaus sorgt eine neue Topologieansicht. Zusätzliche Anwendungsgebiete erschließen sich durch die integrierten Fernwirktechnik-Konfiguratoren für DNP3- und IEC60870-Slave. Das Firmware-Update ermöglicht es außerdem, alle Controller im Projekt schnell auf den neuesten Stand zu bringen.

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