09.01.2020

Lage im deutschen Maschinenbau bleibt angespannt



Die Stimmung im deutschen Maschinenbau ist auf einem neuerlichen Tiefpunkt angelangt. Und Besserung ist für 2020 nicht in Sicht. Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hervor. Erstmals blicken die deutschen Manager offen pessimistischer auf die deutsche Konjunkturentwicklung als auf die globale (38 zu 34%). Noch im Vorquartal hatte dieser Ausblick unter umgekehrten Vorzeichen gestanden (36 zu 54%). Für den Maschinen- und Anlagenbau insgesamt erwarten die Befragten einen Umsatzrückgang von 4,2%. Dies ist die schlechteste Prognose aller bisherigen Erhebungswellen. Erstmals seit Beginn des Barometers im Jahr 2014 liegt auch die Erwartung der Manager für das jeweils eigene Unternehmen im Minusbereich: die Befragten rechnen mit 1,2% weniger Umsatz in 2020 als im Vorjahr. "Die Sorgen der Branche sind groß", beobachtet Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation bei PwC. "Jeder dritte Entscheider geht von einer negativen Umsatzentwicklung des eigenen Unternehmens im kommenden Jahr aus." 38% der Befragten gehen davon aus, dass die Personalkosten im kommenden Jahr gesenkt werden. Zum Vergleich: Ende des Vorjahres waren lediglich 14% dieser Ansicht.

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