09.07.2020

Kapazitive Füllstandmessung in Mischern zur Tierfutterherstellung

Perfekte Fütterungskonzepte

Der Tierfutterhersteller Sano implementierte den kapazitiven Grenzstandmelder Capanivo innerhalb seiner Mischbehälter am Standort im niederbayerischen Grafenwald. Insbesondere bei den pastös flüssigen und zähflüssigen Medien erwies sich die kapazitive Sonde durch die exakte Oberflächendetektion und aktive Ansatzkompensation als gut geeignete Lösung.


Für die Füllstandüberwachung in den Mischbehältern am Produktionsstandort Grafenwald wählte die Sano Moderne Tierernährung für das zu kontrollierende Material eine kapazitive Füllstandsmesstechnik von UWT.
Bild: UWT GmbH

In der Tierfutterherstellung finden bei nahezu allen Fertigungsstandorten ähnliche Produktionsabläufe wie z.B. innerhalb des Mischers statt. Ein wichtiger Schritt ist hierbei das Mischen von mehligen oder schrotförmigen mit flüssigen Rohstoffen wie z.B. Melasse, Vinasse, Öle, Fett oder Cholin. Bei der Detektion von Füllständen in materialverarbeitenden Prozessen bieten kapazitive Sensoren durch ihre hohe Kompatibilität für unterschiedliche Prozessbehälter die optimale Unterstützung. Das zu kontrollierende Material kann je nach Bearbeitungsstufe von ganz unterschiedlicher Beschaffenheit sein und unterschiedliche Anforderungen an die einzusetzende Messtechnik stellen. Mit ausgeklügelten Fütterungskonzepten produziert Sano seit 1976 Milchaustauscher, Mineralfuttermittel sowie Spezialprodukte für Rinder und Schweine. Dabei wird im Hinblick auf Tierwohl und Tiergesundheit besonders Wert auf die Verwendung hochwertiger Rohstoffe und modernster Produktionstechnik gelegt. Für die innovative Ausstattung der Füllstandüberwachung in den Mischbehältern am Produktionsstandort Grafenwald wählte der Anlagenbetreiber für das zu kontrollierende Material eine kompakte kapazitive Füllstandsmesstechnik von UWT. Die Geräte sind mit einer vergossenen Elektronik ausgestattet und arbeiten mit der Inverse Frequency Shift Technologie. Sie weisen eine zertifizierte Bauform auf und bieten smarte Lösungen für sämtliche Flüssigkeiten, Pasten und Schäume. Durch die Variation an Ausführungen mit Seil-, Kabel- sowie Stab- und Rohrverlängerungen lassen sich die Sensoren einfach auf die jeweilige Behältergegebenheit einstellen und auch zur Trennschichterfassung in Flüssigkeiten einsetzen. In den Mischern der Sano wurde die Integralversion des kapazitiven Grenzstandsensor Capanivo CN 7100 installiert. Der Sensor reagiert bei Berührung durch ein Medium auf die Kapazitätsänderung am Sondenausleger, wodurch ein Signalausgang geschaltet wird. Der Zweileiter-Schalter ist durch sein kompaktes Design insbesondere für begrenzte Platzverhältnisse geeignet. Der Sensor garantiert innerhalb der Mischer einen sicheren Medienfluss trotz auftretender Vibrationen sowie der Tatsache, dass einige der Flüssigkeiten zähflüssig und anhaftend sind, was durch die integrierte Tip Sensitivity kompensiert wird.

Sichere Medienerkennung

Durch seine sichere Medienerkennung und kurze Reaktionszeit trägt der Grenzstandsensor somit dazu bei, dass das richtige Mischverhältnis der einzelnen Komponenten, die homogene Verteilung und somit dauerhaft die Qualität des Endproduktes sichergestellt werden kann. In den Mischern werden auf etwa drei Tonnen Feststoffanteil um die 50 bis 100kg Flüssigkeitsanteile der unterschiedlichsten flüssigen Medien beigemischt. Diese werden durch eine spezielle Einspritzvorrichtung innerhalb einer Minute in den Mischbehälter eingebracht. Dazu werden die verschiedenen Flüssigkeiten aus Lagertanks oder mobilen Containern (GFK), mit einem Druck von bis zu 5bar, über einen am Mischer angebrachten Verteiler in den Mischbehälter eingespritzt. Der im Verteiler eingebaute Grenzstandschalter Capanivo CN 7100 stellt hierbei sowohl sicher, dass die von der Steuerung vorgesehene Flüssigkeit im Verteiler vorhanden ist, als auch gleichzeitig, dass diese in ausreichender Menge zur Verfügung steht und somit die korrekte und mengenmäßige Zufuhr in die verschiedenen Rezepturen garantiert werden kann. Eine besondere Herausforderung der Anlage besteht darin, dass nur eine einzige Verteilervorrichtung am Mischer angebracht ist. Diese wird nacheinander mit den verschiedenen Flüssigkeiten beschickt, d.h. es wird Druck aufgebaut und von dort aus werden die Flüssigkeiten dann auf Einspritzleitungen aufgeteilt und an verschiedenen Stellen in den Mischer gepumpt. Das Design des verwendeten Sensors impliziert lebensmittelkonforme Materialien und ist universell einsetzbar. Er erkennt sämtliche Flüssigkeiten mit höchster Sicherheit auch dann, wenn die vorherige Flüssigkeit noch in einer Schicht am Sensor und innerhalb der Verteilereinrichtung anhaftet und erst durch die nachfolgende Flüssigkeit abgespült wird.

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