09.07.2020

Software in der Elektrokonstruktion von Klimageräten

Schneller zum Lüfter

Man hört oft von technologischen Visionen wie fahrerlose Autos, künstlicher Intelligenz oder Fabriken, die nur von Robotern betrieben werden. Auch wenn diese Zukunft noch etwas entfernt ist, werden heute immer mehr Teile des Produktionsprozesses automatisiert. Einen wichtigen Anteil daran hat auch moderne Software für die Elektrokonstruktion. Sie wird in einer Vielzahl von Branchen verwendet, um große Teile ihrer Produktion zu rationalisieren und zu automatisieren - so auch bei der Fertigung von Lüftungsgeräten.


Die Klimatisierungseinheiten von Fläkt sind stets auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden zugeschnitten.
Bild: Cadett Ab

Die Fläkt Group im schwedischen Jönköping entwickelt und fertigt flexible modulare Lüftungsgeräte. Das breite Angebot des Unternehmens an Raumklima-, Brandschutz- und Klimageräten wird weltweit geliefert und in gewerblichen Immobilien, Fabriken, Lagerhäusern und sogar in privaten Haushalten eingesetzt.

Auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten

Die Einheiten, die die Luft reinigen, erwärmen und kühlen, können klein oder groß sein - in jedem Fall sind sie jedoch auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden zugeschnitten. "Aufgrund der großen Produktvariation und Produktflora sind wir in der Konstruktion auf ein Programm angewiesen, mit dem die Dokumentation automatisch generiert werden kann", sagt Systemadministrator Oscar Söderblom. "Wir haben uns an dieser Stelle für Cadett Elsa entschieden, weil sich diese ECAD-Software, die sich wie ein Chamäleon anpasst und dabei hilft, große Teile der Produktion zu automatisieren." Ganz am Anfang stehe das Verkaufsteam, fährt Söderblom fort. "Es nutzt ein Programm, in dem es verschiedene Plug&Play-Module auswählt, um eine Bestellung mit allen Details anzupassen - von der Größe des Geräts bis zu vielen weiteren Filtern und Funktionen." Aus dem Geschäftssystem des Unternehmens wird die Bestellung in einen bestimmten Überwachungsordner in Cadett Elsa übertragen. Sobald eine neue Bestellung eingeht, beginnt die automatisierte Bearbeitung. Das Programm findet heraus, welche Optionen mit dem Auftrag verbunden sind und erstellt einen Zielordner mit Schaltplänen, Tabellen und anderen Dokumenten. Einerseits generiert das Tool Produktionsdokumentationen, einschließlich AutoCAD- und PDF-Dateien. Zum anderen generiert es auch eine kürzere Dokumentation für den Kunden, die bei Bedarf in die jeweilige Sprache übersetzt werden kann.

Mit Backup auf Nummer sicher

Darüber hinaus erstellt Cadett Elsa ein Backup, damit der Kunde bei Bedarf unkompliziert Anpassungen vornehmen kann. Wenn etwas schiefgeht, steht im Zielordner eine Protokolldatei zur Beschreibung des Fehlers zur Verfügung. Der Vorgang wird abgeschlossen, indem das Programm die gesamte Dokumentation durchläuft, leere Blätter entfernt, alle verbleibenden Blätter neu nummeriert und eine Sicherungskopie des gesamten Projekts erstellt. "Der große Vorteil besteht darin, dass wir keine Elektrokonstrukteure mehr damit beschäftigen müssen, die erforderlichen Dokumentänderungen für jedes neue Produkt vorzunehmen", betont Söderblom. "Angesichts des enormen Volumens, das wir heute bewältigen, würde es einfach zu lange dauern. Das wäre gar nicht möglich." Das vorherige System bei Fläkt war nicht modular aufgebaut. "Und auch nicht so benutzerfreundlich", führt der Systemadministrator weiter aus. "Es war kompliziert und viel schwieriger, Produktänderungen vorzunehmen als heute." Mit der optionsbasierten automatischen Generierung in Cadett Elsa erstellt das Unternehmen jetzt vollautomatisch eine Produktionsdokumentation mit Schaltplänen und anderen Dokumenten für etwa 100 Bestellungen pro Tag. "Wir verwenden die Lösung jetzt seit über einem Jahr und sie funktioniert sehr gut", zieht Oscar Söderblom Bilanz. "Das erleichtert unsere Arbeit in einer Weise, wie wir sie uns vor einigen Jahren nicht hätten vorstellen können."

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