Oct
10
2018

Deutsche Elektroindustrie mit höchster Beschäftigtenzahl seit 17 Jahren

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Juli auf 880.870 erhöht und damit den höchsten Stand seit September 2001 erreicht. Alleine im laufenden Jahr ist die Zahl der Beschäftigten in der Elektrobranche um rund 13.000 gestiegen. Im August hat die deutsche Elektroindustrie 5,4% weniger Auftragseingänge verzeichnet als im Vorjahr. Grund dafür war ein starker Rückgang der Inlandsaufträge um 11,8% - allerdings waren diese im Vorjahr auch aufgrund von Großaufträgen um 19% gestiegen, so dass jetzt ein Basiseffekt eintrat. Die Auslandsaufträge blieben im August fast unverändert (+0,1%), wobei auch hier das Wachstum im Vorjahresmonat mit +21,6% sehr kräftig ausgefallen war. Kunden aus dem Euroraum bestellten 1,8% mehr, die Bestellungen aus Drittländern gingen leicht um 0,8% zurück. Für die gesamten ersten acht Monate dieses Jahres lässt sich damit noch ein kleines Auftragsplus von 0,5% verzeichnen. Die Inlandsaufträge verfehlten ihr Vorjahresniveau in diesem Zeitraum um 4,2%, während die Aufträge aus dem Ausland um 4,5% zulegten. Der Zuwachs mit Kunden aus Drittländern (+5,8%) fiel dabei deutlich höher aus als der bei Aufträgen aus der Eurozone (+2,3%). Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie wuchs im August um 1% gegenüber Vorjahr. Von Januar bis August nahm sie um 3,3% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zu. Die Produktionspläne der Unternehmen bleiben im September unverändert: 28% der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten steigern, nur sechs Prozent drosseln. Der Rest geht von einem gleichbleibenden Produktionsniveau aus. Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie ist im August um 1,8% gegenüber Vorjahr auf 16Mrd.€ gestiegen. Die Erlöse mit Kunden aus dem Inland legten um 3,7% auf 7,7Mrd.€ zu. Der Auslandsumsatz übertraf seinen Vorjahreswert mit 8,3Mrd.€ nur leicht um 0,3%. Dabei wuchs das Geschäft mit Kunden aus der Eurozone (+0,5% auf 2,9Mrd.€) etwas besser als das mit Abnehmern aus Drittländern (+0,2% auf 5,4Mrd.€). Von Januar bis August wurden Erlöse von insgesamt 128,5Mrd.€ erzielt. Der Umsatz übertraf damit den entsprechenden Vorjahreswert um 3,8%. Inlands- und Auftragserlöse kletterten um 3,7 bzw. 3,8% auf 61 und 67,5Mrd.€. Der Erlöse mit Partnern aus der Eurozone stiegen hier um 5% auf 24,8Mrd.€. Im Geschäft mit Drittländern konnte ein Plus von 3,1% auf 42,7Mrd.€ verbucht werden. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich auch im September dieses Jahres leicht verbessert. Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als noch im August, dafür zogen aber die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an.
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen



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