Apr
12
2019

Maschinenbauer wollen in Weiterbildung und Technologie investieren

Die deutschen Maschinenbauer blicken mit zunehmender Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit. 36% der Entscheider äußert sich mittlerweile pessimistisch mit Blick auf die globale Konjunktur (Vorquartal: 30%). Auch bezogen auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung wächst die Skepsis: Jeder vierte Maschinenbauer beurteilt die Aussichten negativ. Damit liegt der Anteil der Pessimisten mehr als doppelt so hoch wie im Vorquartal (11%). Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer von PwC für das erste Quartal 2019 hervor. Die negative Stimmung spiegelt sich auch in den Wachstumserwartungen der befragten Führungskräfte wider: Für 2019 erwarten sie nur noch ein durchschnittliches Branchenwachstum von 1% (Vorquartal: 1,4%). Dies ist der niedrigste Prognosewert seit über zwei Jahren. Für das eigene Unternehmen gehen die Maschinenbauer immerhin von 3,1% Umsatzplus aus. „Die deutschen Maschinenbauer sind zwar weiterhin sehr gut ausgelastet, doch Anzeichen einer Abkühlung sind deutlich erkennbar“, analysiert Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation und Experte für den Maschinenbau bei PwC. Trotz der trüben Konjunkturaussichten und der vergleichsweise geringen Umsatzprognosen hat sich die Branche noch kein rigides Sparprogramm verordnet. Lediglich jedes zehnte befragte Unternehmen plant eine Senkung der Kosten im kommenden Quartal. Dagegen beabsichtigt die überwiegende Mehrheit von 86% der befragten Entscheider die Investitionstätigkeit in ihren Unternehmen auf einem konstanten Niveau zu halten bzw. auszubauen. Im Schnitt planen die Maschinenbauer im laufenden Jahr 6,2% ihres Umsatzes zu investieren – etwa so viel wie im Vorjahr (5,9%). Vor allem die Weiterbildung der Mitarbeiter, neue Technologien sowie Forschung und Entwicklung stehen auf dem Plan. Im Bereich Technologieinvestitionen legen die Maschinenbauer den Schwerpunkt auf die Themen Robotics, 3-D-Druck sowie Datenanalyse. 
Bild: PwC PricewaterhouseCoopers AG
Bild: PwC PricewaterhouseCoopers AG



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